Pernthaller und Grabovszki im Gespräch

Personenschutz für Pflegepersonal spielt in der Sicherheitsbranche eine immer bedeutendere Rolle. Das VSÖ Bildungszentrum Sicherheit (BZS) hat darauf rasch reagiert und bietet Seminare zu den Themen „Sicherheit und Deeskalation“, „Gewalt und Aggression“ sowie „Sicherheit am Arbeitsplatz“ an. Für das Sicherheitspersonal im Gesundheits- und Sozialwesen gibt es den neu konzipierten Fachlehrgang SKU (Schutz der körperlichen Unversehrtheit).

Dieser Lehrgang dauert neun Tage und vermittelt praxisbezogen alle relevanten rechtlichen, psychologischen und taktischen Grundlagen. Ziel ist es, die Kompetenz und Handlungssicherheit von Mitarbeitenden zu steigern. Im Mittelpunkt des Lehrgangs stehen unter anderem das Verhalten in kritischen Situationen (z. B. taktisch korrekte Annäherung und Abstand halten) sowie rechtliche Grundlagen in puncto angemessene und gesetzeskonforme Gewaltanwendung (z. B. Notwehr). Auch Täterverhalten und Täterpsychologie kommen zur Sprache. Zu den weiteren Inhalten gehören beispielsweise richtige Dokumentation, Zusammenarbeit mit der Exekutive und Verhalten bei Gericht. Der wichtigste Kursteil ist aber immer die Deeskalation durch Kommunikation, um Konflikte bereits in ihrer Entstehungsphase zu entschärfen.

Auf Betriebe abgestimmte Auswahl
Oft stehen Mitarbeitende Aggression und Gewalt macht- und hilflos gegenüber. Aus diesem Grund bietet das VSÖ Bildungszentrum Sicherheit zusätzliche Angebote wie das Intensivtraining „Gewalt und Aggression“, das Seminar „Sicherheit und Deeskalation“ und den Workshop „Sicherheit am Arbeitsplatz“, die für die jeweilige Zielgruppe inhaltlich adaptiert werden. Wie bei allen unseren Angeboten kommen die Kursleitenden aus der Praxis und wissen, wie sie den Teilnehmenden helfen können, Zugang zu ihren Möglichkeiten der Situationsbewältigung zu finden und dabei Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln.

Im vergangenen Jahr haben insgesamt mehr als 1.000 Personen an einer Deeskalationsschulung des VSÖ Bildungszentrum Sicherheit teilgenommen – davon kamen mehr als 100 Teilnehmende aus dem Krankenhausbereich. Kursteilnehmende schätzen die praktischen Übungen und das sicherheitsorientierte Szenarientraining. Sie lernen, Emotionen zu kontrollieren sowie den Umgang mit aggressiven und gewalttätigen Personen. Gemeinsam wird die 3D-Strategie für Dialog, Deeskalation und Durchsetzung erarbeitet. Deeskalationsschulungen eignen sich besonders für Personen, die in konfliktträchtigen Berufen arbeiten und sich immer wieder mit aggressiven Menschen auseinandersetzen müssen. Buchen geschlossene Gruppen einen Kurs, so werden die Inhalte an bestehende Sicherheitskonzepte und räumliche Gegebenheiten angepasst.